Der ungarische Komponist Béla Bartók (1881–1945), eine zentrale Figur der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts, wird typischerweise nicht mit Jazz oder Popmusik in Verbindung gebracht. Sein tiefgreifender Einfluss beruht auf seiner bahnbrechenden ethnomusikologischen Forschung und der Integration von Volksmelodien und -rhythmen in seine höchst originellen Kompositionen, die nachfolgende Generationen von Klassik- und Weltmusikkünstlern beeinflussten. Obwohl seine direkten Beiträge zum Jazz minimal sind, fanden seine innovative Verwendung von Dissonanzen, Rhythmus und Folk-Elementen bei einigen progressiven Jazzmusikern Anklang, die nach neuen harmonischen und rhythmischen Ausdrucksformen suchten.